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Kopf des genialen Septetts: Lars Kuklinski! Jazz- einmal ganz anders als bisher gewohnt in der
stimmungsvollen Atmosphäre des Hefehof-Lalu: eine Musik, angesiedelt zwischen harten Dissonanzen in dem Bläsersätzen und melancholischer Meditation, einfallsreich und farbig jedenfalls und aufregend....Diese Band hat keinen
Schwachpunkt. Und so ist es müßig einzelne Musiker herauszuheben. Es war eine Gemeinschaftsleistung wie aus einem Guß auf der Basis der spannenden Kompositionen Kuklinskis. Die zahlreichen Zuhörer machten die Erfahrung, daß der
Jazz lebendig ist und seine Entwicklung weitergeht. (Deister-und Weserzeitung Hameln, 26.11.02)
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...Mehr Glück mit dem Wetter hatten die Musiker am Sonntag. Neben den eingeschworenen Jazzfans machten auch Familien und ältere Herrschaften Halt. Letztere hatten wohl eher mit einem Kurorchester gerechnet als mit den kühnen Jazzimprovisationen wie die des 20-jährigen Trompeters Lars Kuklinski und seines Quartetts. Besonders Saxophonist Ulli Orth glänzte mit schnellen Läufen und klarem Ton. (Hamburger Morgenpost, 9.8.1999)
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Lars Kuklinski und Thierry Lang bei der Jazzwoche Hannover Dies sei die Band seines Herzens, teilte der Bandleader offenherzig mit. Lars Kuklinski, Trompetenstudent aus Essen, der mit diesen Worten dem Publikum seine Kollegen empfahl, ist gerade mal 20 Jahre alt und doch schon ein ausgewachsener Stilist auf seinem Instrument. Kuklinski und sein Quartett, zu dem der Hamburger Bassist Andreas Henze und die Hannoveraner Ulli Orth (Saxophon) und Willi Hanne (Schlagzeug) zählen, spielten selbsbewußt auf. Eine Band war da zu hören, die trotz der Jugend einiger Mitglieder musikalisch kein leeres Stroh drischt, sondern zu gestalten weiß- in den Soli wie in den Kompositionen. Unverkennbar der Einfluß von Ornette Coleman, wenn Kuklinski und Orth dessen typische Minimalphrasen herauströteten. Anklänge auch an das Miles Davis Quintett der sechziger Jahre- nicht als stilistische Kopie, sondern eigenständig und spannend umgesetzt. (HAZ, 14.4.1999) |
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Jazz mit Boygroup-Charme Lars Kuklinski und sein Trio spielten in der Lila Eule Der geneigte Jazzfan ist schon froh, wenn eine junge Band einmal nicht den Weg des geringsten Widerstandes geht, sich also nicht treiben läßt im Mainstream, der seit längerem aus den USA
herüberschwappt, wo “young lions” ihre Spielfertigkeit an der soundso vielten Variante von “Donna Lee” oder “Round Midnight” beweisen. Eigentümlich zahn- und krallenlos wirkt das nämlich, als ob zu beweisen wäre, daß eine
Reinkarnation von Clifford Brown möglich ist. Mit der Erwähnung des Trompeters sind wir beim Thema: In der Blue Moon Bar in der Lila Eule war das Lars Kuklinski Trio zu Gast. Kuklinski ist ein junger Trompeter, aber
offenbar keiner, der unbedingt wie Brown oder Davis klingen will, sondern nach einem eigenen Weg sucht. Seine Band heißt auch durchaus heiter nicht einfach Trio, das Unternehmen nennt sich durchaus heiter Lars Kuklinski & die
Boys. Diese Boys sind der Kontrabassist Holger Jeschke und der Schlagzeuger Robert Michler. Zu dritt strahlen sie einen unverbrauchten, mitunter grinsenden Boygroup-Charme aus, können locker und flapsig moderieren-
kein unwesentlicher Faktor, um sich und ihr Publikum auf eine Wellenlänge zu bringen. Ihr Thema ist dessen ungeachtet der Jazz, aber sie nehmen ihn nicht schwer- das ironisch und nostalgisch wirkende Boys-Versprechen verpflichtet
schließlich-, haben bei allem musikantischen Ernst immer noch wohl dosierte Aperçus parat. Dann geben sie ulkige Wahlgesänge von sich oder fordern beim Bill Withers- Schmankerl Just the two of us zum Mitsingen auf.
Wie gesagt, solche Ausflüge ins Jazzkabarett sind durchaus wohl dosiert, sie überdecken nicht die musikalischen Talente des Trios, schaffen aber eine entspannte Atmosphäre. Musikalisch ist die Troika durchaus widerständig,
gelegentlich gibt sie sich auch widerspenstig. Ihre Eigenfabrikate sind stilistisch weit gestreut: Punktgenaue Konstruktionen stehen neben offenen Formen, bei denen das Rhythmusgespann zwischen klaren Beat-Formaten und der
Auflösung von Struktur schwankt. In der Tendenz zielt das junge Trio auf einen bezwingend unruhigen Sound, mit dem vor 15 Jahren das gleich besetzte Trio “Blue Box” bekannt wurde. Ganz so weit sind Lars Kuklinski und
die Boys noch nicht, dynamisch könnte manches etwas zugespitzter und harscher sein, aber der Weg ist richtig. Lars Kuklinski interessiert sich nicht für große, elegante Bögen, er liebt minimalistische Statements, bei denen er seine
Trompete gerne sprechen, atmen und verlöschen läßt. Holger Jeschke hat einen weich singenden Ton auf seinem Baß, und phasenweise erzeugen er und Schlagzeuger Robert Michler eine rumorende, vielfarbig schillernde Basis, die - großes
Kompliment- an Charlie Haden und Ed Blackwell erinnert. (Weser-Kurier, 26.1.2002) |
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Modern Jazz- lebendig und farbig Ein virtuoses Lars Kuklinski-Quartett
überzeugte im Lalu des Hamelner Hefehofes Wer da glaubt, strenge Struktur und freies Spiel seien beim Jazz unvereinbar, der irrt. Und kennt Lars Kuklinski nicht. Mit seinem gleichnamigen Quartett absolvierte der
gebürtige Hamelner ein mitreißendes “Heimspiel”, das die ungeheure Virtuosität und stilistische Bandbreite dieses großartigen Ensembles dokumentierte.
Ausschließlich Eigenkompositionen von Lars Kuklinski und ein Stück von Andreas Henze stellte die Band an diesem Abend vor. Kompositionen, die allen Ensemblemitgliedern viel Raum für individuelle Entfaltung boten. Und so glänzten
Lars Kuklinski ( Trompete und Kornett), Ulli Orth ( Alt- und Sopransaxophon), Andreas Henze (Bass) und Willi Hanne (Schlagzeug) nicht nur in pointierten Zusammenspiel, sondern auch in solistischen Höhenflügen einer facettenreichen
Improvisationskunst, die die Musik dieses Quartetts so mitreißend und lebendig macht. Spannend und immer wieder aufregend neu: das komplexe Geflecht aus Strukturvorgabe und freiem Spiel, daß sich schon zum
Auftakt in “Get Lost” offenbarte, als Trompete und Saxophon auf den rhythmischen Klangwolken von Kontrabass und Schlagzeug zu tanzen schienen. Verhalten melancholisch und bluesiger: “Alfred”. Doch auch hier, wie bei
allen anderen Stücken, spektakuläre Soli, Töne, die verschreckt flattern, nachfragen, auftrumpfen, Ausrufezeichen setzen, klagen und zwitschern, kurz: eine Geschichte erzählen- und im Stimmengewirr der Instrumente kleine Melodien
aufblitzen lassen, die bisweilen von swingender Heiterkeit sind (“Welcome to Spackenhagen”). Stehende Klänge, verläßlich wie ein solides Fundament, wechseln mit filigranen Linien, Experimentelles löst Strukturiertes
ab, konzeptionelle Strenge weicht ekstatischer Kollektivimprovisation. Phantastisch: Der Dialog zwischen Bass und Schlagzeug, und der Einfallsreichtum bei der Bearbeitung der Instrumente- sei es mit dem Handfeger oder einer
Mülltüte. Dabei ist jeder Musiker dieses Quartetts ein Meister seines Instruments. Alle vier zusammen sind ein echter Hit. Wer das Quartett im Lalu verpaßt hat, kann sich zumindest mit ihrer CD “Hot Blowing and the
Strings of Harmony” trösten. ( Deister- und Weserzeitung, 29.10.2001) |
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Was für ein Auftakt! Was für eine Band! Was das Lars Kuklinski-Septett zum Auftakt der 12.Jazzwoche Hannover in der Marlene bot, wird schwer zu überbieten sein. Unvereinbarkeit von strenger Struktur und freiem Spiel? Mit einer Handbewegung wischt der junge Trompeter aus Essen solche Grundweisheiten weg. Besser gesagt mit seinem Zeigefinger, der, fast wie ein Dirigentenstab, den sechs Musikern die Einsätze diktierte. Kuklinski ist Vertreter einer Generation junger Musiker, die der Komposition als Qualitätskriterium im Jazz zu neuem Recht verhelfen. Stehende Klänge schwer wie triefnasse Wolken wechseln mit hinreißend swingenden Bebop-linien; konzeptionelle Strenge mit ekstatischer Kollektivimprovisation. ( HAZ, 2.5.2000)
...Überhaupt hat die Jazzwoche schon einige Höhepunkte zu verzeichen gehabt. Der Auftakt im Club Marlene war herausragend. Vor allem ein Verdienst des Lars Kuklinski-Septett: Der Essener Bandleader hat ein Konzept zur Verschmelzung von komponierten und improvisierten Teilen entwickelt, bei dem er zugleich Trompete spielt und dirigiert. Das Ergebnis waren aufregende Klangwelten zwischen Bop und Free Jazz, gewürzt mit solistischen Einlagen der Musiker- ausgeprägte Individualisten allesamt, doch jederzeit am Zusammenspiel interessiert. EXTRAKLASSE! (Neue Presse, 3.5.2000) |
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JAZZORCHESTER NIEDERSACHSEN Kultureller Exportschlager des Landes Niedersachsen Das Ensemble, das in vergleichbarer Form bundesweit bisher kein zweites Mal existiert, steht in der Trägerschaft des Landesmusikrates Nds. Der Anspruch des künstlerischen Konzeptes zeigte sich beim Auftritt im Konzertsaal der Hochschule: Komplexe Kompositionen, in denen sich jazzmäßiges wie die moderne europäische Konzertmusik spiegeln, standen im reizvollen Gegensatz zu den zahlreichen solistischen Einlagen. Von der Musik her verspricht sich Niedersachsen in Zukunft einen kulturellen Exportschlager. Der Wunsch könnte in Erfüllung gehen. (HAZ) |
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